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von Margret Hoppert

MISSION TO MARS

Hochleistungselektronik von Micro-Hybrid liefert spektakuläre Erkenntnisse vom roten Planeten - 25 Jahre lang.

Die Micro-Hybrid Electronic GmbH ist in Hermsdorf daheim und im Weltall zu Hause. Für bislang sieben Marsmissionen entwickelte das Thüringer Hochtechnologieunternehmen Sensortechnik, die den härtesten nur denkbaren Anforderungen standhält.

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Blick auf den Mars im Weltall

Die Zielsetzung aller Missionen: Gesteine auf Ihre Zusammensetzung untersuchen und den Hinweis auf eventuell vorhandene Lebensformen finden. Die Herausforderung: Beim Start von der Erde wirken Hitze, Druck und Schwingungen auf die Bauteile. Während des Fluges darf die niedrige Umgebungstemperatur der Technik nichts anhaben und bei der Landung kommt zu den extremen Temperaturschwankungen auch noch eine hohe mechanische Belastung durch den Stoß beim Aufsetzen hinzu. Und als wäre das noch nicht widrig genug, beträgt die durchschnittliche Temperatur auf dem Mars minus 65 Grad Celsius.

Die Elektronik von Micro-Hybrid war in allen Missionen entweder im sogenannten Alpha-Proton-Röntgen Spektrometer oder einem Mößbauer-Spektrometer im Einsatz. Beide Einheiten untersuchen auf unterschiedliche Art und Weise die Zusammensetzung von Gesteinsproben.

Initiator der Micro-Hybrid Marsprojekte ist Entwicklungsingenieur Karl-Heinz Suphan, der bei allen Projekten die Fäden in der Hand hatte. Ein Netzwerk-Ass mit einem unschätzbaren Fachwissen für Sonderapplikationen. Getrieben von der Begeisterung für Weltraum-Forschungsprojekte koordiniert der studierte Entwicklungsingenieur seit 1992 die Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen zur Beteiligung an amerikanischen, europäischen und russischen Mars-Missionen.

1997 konnte das Team um Karl-Heinz Suphan den ersten Erfolg feiern. Mehr als zwei Monate war der Rover „Sojourner“ auf dem Mars unterwegs und liefert Daten vom roten Planeten. Keine sechs Jahre später startete die wegweisendste Mission der bisherigen NASA-Geschichte: Die Rover Spirit und Opportunity wurden unabhängig voneinander auf dem Mars abgesetzt, um nach Hinweisen auf Wasser zu suchen - die Grundvoraussetzung allen Lebens. Die Mission war ein voller Erfolg für alle am Projekt beteiligten Partner, denn Opportunity konnte mit seinen Instrumenten tatsächlich nachweisen, dass es ehemals flüssiges Wasser auf dem Mars gegeben hatte. Diese Entdeckung ist mit den in Deutschland entwickelten, extrem miniaturisierten Instrumenten APXS (Alpha-Proton-Röntgen Spektrometer) und MIMOSII (miniaturisiertes Mößbauer Spektrometer) ermöglicht worden. In beide Instrumente waren Leiterplatten, Platinen und Hybridschaltungen integriert, die speziell für diese Aufgaben in Hermsdorf entwickelt und gefertigt wurden.

frontansicht des Mars Rover "Opportunity" auf der Marsoberfläche
Modell Mars Rover Opportunity

Nach seiner erfolgreichen Karriere bei Micro-Hybrid gibt Karl-Heinz Suphan das Kommando jetzt ab – es ruft der wohlverdiente Ruhestand. Wir sagen: Danke für Ihre einzigartige Expertise und Ihren unerschöpflichen Forschungsdrang!

Portrait von Entwicklungsingenieur Karl-Heinz-Suphan vor einem Banner mit dem Slogan "Enter New Space." und dem Mars im Hintergrund

Mission accomplished!

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